Herrchen kocht | Barfen
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Barfen

Der Ursprung:

„Barf“ hat mehrere Bedeutungen: „born again raw feeders“ (wiedergeborene Rohfütterung) oder „bones an raw feeders“ / „biologically appropriate raw foods“ (biologisch artgerechte Rohfütterung). Sie besagen jedoch alle, dass Barfen sich an die Ernährung der Wölfe orieniert. Die Ernährung basiert daher größtenteils auf rohem Fleisch, Fisch, Knochen, Eiern, Obst, Gemüse und Öle. Die Idee des Barfens hatte ein australischer Tierarzt, der sich mit den Krankheiten und dem Fertigfutter der Hunde näher beschäftigte. Er fand heraus, dass das Fertigfutter den Gesundheitszustand und die Lebensdauer des Hundes enorm beeinträchtigt, da diese nicht an den Verdauungstrakt des Hundes angepasst wurden. Das Fertig- und Trockenfutter wurde nach dem zweiten Weltkrieg erfunden, da Fleisch damals Mangelware war. Das Futter besteht meist aus 80% Getreide! Der Hund stammt vom Wolf ab – und der ist kein Getreidefresser. Der Verdauungstrakt eines Haushundes ist noch exakt derselbe, wie der seines Vorfahren. Aufgrund dieser genannten Gründen kann ein solches Hundefutter nicht gesund sein. Allergien, Krankheiten und ein früher Tod sind die Folgen.

 

Das Barfen:

Wie funktioniert denn eigentlich das Barfen? Es ist wichtig, dass der Hund eine ausgewogene Ernährung bekommt. Dabei zählt nicht unbedingt der einzelne Tag, an dem alle wichtigen Nährstoffe in dem Futter enthalten sein müssen, sondern dass über mehrere Tage oder eine Woche ausgewogen gefüttert wird. Es muss daher nicht zwingend jeden Tag Fleisch gefüttert werden. Ungefähr 20% der Tagesration sollten pflanzliche Anteile beinhalten, der Rest muss aus Fleisch, Knochen, Innerein  und Öle bestehen. Diese Angaben können aber, wie schon erwähnt, über einen größeren Zeitraum verrechnet werden. Das bedeutet natürlich auch, dass ein Fleisch-freier-Tag dabei sein kann. Man kann zunächst von der Faustregel ausgehen, dass eine Tagesportion ungefähr 2% des Körpergewichtes Deines Hundes ausmachen sollte. In der Regel geht man so vor, dass man mit 2% des Körpergewichts beginnt und den Hund daraufhin beobachtet, ob er zunimmt, sein Gewicht hält oder an Gewicht verliert. Je nachdem musst Du die Menge reduzieren oder erhöhen. 4% sollten bei Welpen (bis zu etwa einem Lebensjahr) oder bei trächtigen/säugenden Hündinnen berechnet werden, da sie mehr Energie benötigen. Die Menge muss nicht bis auf das genauste Gramm berechnet werden. Jeder Hund bewegt sich unterschiedlich, jede Hunderasse benötigt unterschiedliche Mengen an Nahrung, und jeder Hund hat einen anderen Stoffwechsel. Daher lege die Menge an Futter immer individuell fest!

 

Die Vorteile:

  • Weniger Blähungen und Kot, denn der Hund bekommt nur noch das zu Fressen, was er wirklich verträgt. Rohes Fleisch kann er viel besser verdauen, so entstehen weniger Abfallprodukte.
  • Kein Mundgeruch und kein Zahnstein mehr, denn die regelmäßige Fütterung von Knochen ist wie eine Zahnreinigung (s. Beitrag Zahnpflege und Knochen).
  • Eine abgestimmte Engerieaufnahme, die man durch das Barfen besser kontrollieren kann. Die Nahrung wird an das Gewicht und an die Lebensgewohnheiten des Hundes angepasst.
  • Weniger Krankheiten und Allergien durch ein starkes Immunsystem.
  • Eine bessere und stärkere Muskulatur, durch die Aufnahme von wertvollen Nährstoffen.

 

Die Umstellung:

Die Umstellung von Trocken- und Dosenfutter auf „Barfen“ kann unterschiedlich ablaufen. Junge und gesunde Hunde können auch eine sofortige Nahrungsumstellung vertragen. Etwas vorsichtiger muss man dagegen bei Hunden sein, die schon jahrelang Fertigfutter bekommen haben, da sich der Verdauungstrakt an das Futter gewöhnt hat. Über die Jahre können sich Konservierungs-/ Farb- oder Geschmacksstoffe im Gewebe eingelagert haben. Bei der Umstellung kann der Hund seinen Organismus entgiften, indem er passenden Enzyme herstellen muss. Dadurch kann Erbrechen, Juckreiz, Verstopfung oder Durchfall entstehen. Manchmal dauert es einige Tage bis der Hund sein neues Futter verträgt, daher sollte nicht sofort aufgegeben werden. Zusätzliche Enzyme oder Darmkuren können vom Tierarzt verschrieben werden, falls der Hund am Anfang Probleme mit der Verdauung hat.

 

Ein tolles Barfrezepte von uns: Barf-Rezept für 5. Tage

 

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